Otto Bock HealthCare GmbH

Mobilität für Menschen

Weltweit steht der Name Ottobock für qualitativ hochwertige und technologisch herausragende Produkte und Dienstleistungen in der Medizintechnik. Das Ziel, Menschen mit Handicap Mobilität zurückzugeben und erhaltene Funktionen zu schützen, umfasst die gesamte Produktwelt des Unternehmens. Die Überzeugung, dass die Lebensqualität von Menschen eng verbunden ist mit einem Maximum an individueller Freiheit und Selbstständigkeit, ist ein Leitgedanke, der die annähernd 100-jährige Firmengeschichte maßgebend prägt und die Entwicklung neuer Produkte zielgerichtet leitet.

Das Medizintechnikunternehmen Ottobock verzeichnet seit Jahren einen stabilen Wachstumskurs: 2016 stieg der Umsatz währungsbereinigt um 4,8 Prozent auf 884,5 Millionen Euro und die Mitarbeiterzahl auf mehr als 7.000 weltweit. Koordiniert werden die internationalen Aktivitäten des Unternehmens in der Zentrale in Duderstadt. Ein Netzwerk aus Vertriebs- und Servicegesellschaften in mehr als 50 Ländern ermöglicht es, durch globale Präsenz Nähe zum Kunden zu schaffen. Mit den vier Geschäftsbereichen Prothetik, Orthetik, Human Mobility (manuelle und elektrische Rollstühle sowie Reha-Produkte) und MedicalCare ist das Unternehmen bestens aufgestellt und in der Lage, seinen Kunden eine nahezu unvergleichbar breite Produktpalette, perfekt aufeinander abgestimmter Lösungen und umfangreiche Dienstleistungen anzubieten.

Das schwedische Private Equity-Unternehmen EQT ist seit August 2017 zu 20 Prozent an der Otto Bock HealthCare GmbH beteiligt. 80 Prozent bleiben weiterhin in den Händen der Otto Bock Holding GmbH & Co. KG, die zu 100 Prozent der Inhaberfamilie Näder gehört.

Ottobock Produkte setzen Standards

Ein Schwerpunkt im Bereich Forschung & Entwicklung bei Ottobock liegt darin, mechatronische Lösungen zur autoadaptiven Steuerung von Prothesenkomponenten bereitzustellen. Die in das Produkt integrierte elektronische Intelligenz entlastet den Anwender, so dass sich die Lösungen automatisch an verschiedene Bedingungen und Situationen im Alltag anpassen. Auf Basis dieser Technologie haben Produkte aus dem Bereich Prothetik immer wieder Standards in der Versorgung von Menschen mit Handicap gesetzt. 1997 kam mit dem C-Leg die weltweit erste komplett mikroprozessorgesteuerte Beinprothesenlösung auf den Markt. Als weiteren Meilenstein der Produktentwicklung stellte der Weltmarktführer in der Exo-Prothetik 2011 das Genium – Bionic Prosthetic Solution vor. Es bildet das natürliche, physiologische Gehen fast identisch nach. Die Michelangelo Prothesenhand wiederum ist ein Quantensprung in der Prothesenversorgung für die obere Extremität. Gesteuert durch Muskelsignale bietet sie vier bewegliche Finger und einen separat positionierbaren Daumen, so dass unterschiedliche Greifbewegungen präzise, schnell und sicher ausgeführt werden können.

2015 wurde unter anderem das Kenevo zur Marktreife geführt, das die Vorteile mikroprozessor-kontrollierter Beinprothesenlösungen erstmals auch für Menschen mit niedrigeren Mobilitätsgraden nutzbar macht, während Genium X3 und die vierte C-Leg Generation sich als Stand der Technik für aktivere Oberschenkelamputierte etabliert haben.

Eine weltweit führende Marktposition nimmt Ottobock auch im Bereich Neuroorthopädie ein. Versorgt werden hier Menschen, die von einer kompletten oder teilweisen Lähmung eines Beines betroffen sind. Die Ganzbeinorthese C-Brace® ist die weltweit erste mechatronische Orthesenlösung, die den gesamten Gangzyklus dynamisch und in Echtzeit kontrolliert.

Die Zuverlässigkeit und Sicherheit der Produkte bei gleichzeitig hoher Beanspruchung erfordern intensive Prüfverfahren. Bevor beispielsweise ein neuer Prothesenfuß von Ottobock auf den Markt kommt, wird er in speziellen Gangsimulatoren getestet und absolviert dort rund drei Millionen Schritte. Des Weiteren geben komplexe Tests im Ganglabor Aufschluss über Reaktionskräfte beim Abrollen eines Prothesenfußes oder den Einfluss einer Prothese auf den Stoffwechsel des Probanden, um möglichst kraftsparende Lösungen zu finden.

Neben der Qualität der Produkte liegt ein weiterer Fokus auf der Versorgungsqualität. Im Bereich MedicalCare betreibt Ottobock mittlerweile mehr als 130 Versorgungszentren weltweit. Von dem dort erworbenen Wissen über qualitativ hochwertige Patientenversorgungen, der detaillierten Marktkenntnis und den individuell für Länder und Regionen entwickelten Geschäftsmodellen profitieren auch Geschäftskunden, denen Ottobock Business Service das Angebot und das Know-how als Dienstleistung zur Verfügung stellt.

Aus- und Weiterbildung durch die Ottobock Academy

Fachliches Know-how auf dem aktuellen Stand der Technik weitergeben, Versorgungsqualität sicherstellen und dem internationalen Fachkräftemangel gezielt entgegenwirken: Mit diesen Zielen macht sich die Ottobock Academy stark für Aus- und Weiterbildung rund um die Orthopädie- und Rehatechnik. Das umfangreiche und differenzierte Programm richtet sich dabei an alle am Versorgungsprozess eines Patienten beteiligten Experten und schließt auch Ottobock Mitarbeiter weltweit ein, damit sie Kunden und Partner qualifiziert beraten und unterstützen können. In Kooperation mit der PFH Private Hochschule Göttingen und der Universität Göttingen sowie weiteren Partnern aus den Bereichen Medizin und Wissenschaft hat Ottobock Studiengänge im Bereich Orthobionik und Healthcare Technology entwickelt. Damit schließt sich die Nahtstelle zwischen medizinischer Forschung, moderner Medizin und Orthopädietechnik.

Paralympisches Engagement

Das Engagement von Ottobock für den Behindertensport ist längst zu einem festen Bestandteil der Unternehmensphilosophie geworden. Ziel ist es, Menschen mit Handicap in den Mittelpunkt der Gesellschaft zu rücken und sie als großartige Sportler und Vorbilder dafür zu zeigen, dass Sport und Leistung Lebensmut zurückgeben können. Stellvertretend dafür stehen die Paralympischen Spiele, die Ottobock bereits seit Seoul 1988 aktiv begleitet und unterstützt. In Rio 2016 hat Ottobock mit einem 100-köpfigen technischen Serviceteam, bestehend aus Technikern aus 29 Ländern, insgesamt 14.500 Arbeitsstunden geleistet. In dieser Zeit wurden 2.408 Reparaturaufträge, die 3.361 individuelle Reparaturen mit sich brachten, durchgeführt. Seit 2005 ist Ottobock Kooperationspartner des International Paralympic Committee (IPC) und hat diesen Vertrag in Rio bis Ende 2020 verlängert.

Science Center Berlin – „Begreifen was uns bewegt“

Die Faszination des menschlichen Körpers, das Interesse an seiner Funktion und das scheinbar Selbstverständliche, das sich hinter komplexen Bewegungsabläufen verbirgt: All das macht die enorme Herausforderung für die Medizintechnik deutlich, die dem Menschen durch künstlichen Ersatz Mobilität zurückgibt. Mit dem Science Center Berlin ist es Ottobock in einzigartiger Weise gelungen, der Medizintechnik eine Plattform mit weitreichender Strahlkraft zu geben. Unter dem Titel „Begreifen was uns bewegt“ wird Mobilität für jeden verständlich. Exponate und interaktive Inszenierungen laden Besucher ein, die Funktionalität von Prothesen, Orthesen und Rollstühlen zu erleben.

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