Ein Athlet sprintet auf einer Tartanbahn.
Paralympische Spiele

Passion for Paralympics

1988 fiel in Seoul der Startschuss für unsere Partnerschaft mit den Paralympics. Seitdem ist Ottobock bei allen Paralympischen Sommer- und Winterspielen dabei und ebnet den AthletInnen den Weg für einen sportlich-fairen Wettkampf.

30 Jahre an der Seite der AthletInnen

Seit mehr als drei Jahrzehnten engagiert sich Ottobock für den paralympischen Sport. Als treuer Partner stellen wir den AthletInnen kostenlos unseren Service zur Verfügung. Unsere Paralympics-Leidenschaft ist fest in der DNA unseres Unternehmens verankert. Wir sind stolz darauf, so viele SportlerInnen mit Handicap unterstützen zu können und engagieren uns unter dem Motto „Passion for Paralympics“ mit vollem Einsatz für ihre Mobilität.

Sportliche Höchstleistungen und technische Herausforderungen

Vom 100-Meter-Sprint bis zum Rollstuhlbasketball, vom Biathlon bis zum Sledge-Eishockey – bei den Paralympischen Sommer- und Winterspielen erbringen die SportlerInnen in zahlreichen Disziplinen körperliche Höchstleistungen. Viele AthletInnen der Paralympics gehen dabei mit technischen Hilfsmitteln an den Start, die im sportlichen Wettstreit extremen Belastungen ausgesetzt sind. Vor allem Rollstühle werden im intensiven Kontaktsport beschädigt. In vielen Fällen würde dies das Aus für die SportlerInnen bedeuten. Ein technischer Service während der Paralympics ist daher unerlässlich. Wir kümmern uns um die technischen Voraussetzungen, damit sich die paralympischen TeilnehmerInnen ganz auf ihre Leistung und den Wettkampf konzentrieren können.

Großaufnahme von Händen eines Technikers, der an einer Beinprothese von Ottobock schraubt.
Unsere Werkstätten sind mit allen notwendigen Ersatzteilen ausgestattet.

24 Stunden technischer Service: Unser Einsatz bei den Paralympics

Ottobock ist bei den Paralympischen Spielen mit einem internationalen Technikerteam vor Ort. Wir errichten Werkstätten nahe des paralympischen Dorfes sowie in ausgewählten Trainings- und Wettkampfstätten. Zusätzlich ist eine komplett ausgestattete mobile Werkstatt im Einsatz.

Erfahrene OrthopädietechnikerInnen, Rollstuhlspezialisten und Schweißer sorgen für die fachgemäße Reparatur und Wartung der Ausrüstung – unabhängig von der Nationalität der SportlerInnen und der Marke ihrer Prothesen, Orthesen und Rollstühle. Auch wenn Unterstützung bei den Alltagshilfsmitteln der AthletInnen benötigt wird, sind sie zur Stelle.

Schon bevor die AthletInnen in die Medaillen-Wettkämpfe starten, laufen unsere Werkstätten auf Hochtouren, um die hundertprozentige Funktionsfähigkeit der Sportausrüstung nach dem Transport sicherzustellen.

Drei Techniker in der Werkstatt reparieren unterschiedliche Teile von Athleten-Ausrüstungen.
Das Team von Ottobock ist technisch und sprachlich breit aufgestellt.
Ein Schaft wird von einem Ottobock-Techniker fachgerecht für eine Prothese vorbereitet.
Unsere TechnikerInnen wissen vorher nie, was sie erwartet.

Boxenstopp bei Ottobock

In unseren Werkstätten herrscht oft rege Aktivität. Deshalb werden sie mit Boxengassen im Motorsport verglichen. Im Gegensatz zu BoxenmechanikerInnen führt unser Technikerteam Reparatur- und Wartungsarbeiten für Tausende von SpitzensportlerInnen durch, die sich in verschiedenen Sportarten mithilfe einer individuellen Ausrüstung messen. Diese Aufgabe erfordert spezielle Fachkenntnisse und die Fähigkeit, unter hohem Druck zu arbeiten. Wie in der Boxengasse bei der Formel Eins läuft die technische Versorgung in den Ottobock Werkstätten Hand in Hand.

Rückenaufnahme einer Rollstuhlrennfahrerin auf einer Tartanbahn.
Die Paralympics in Tokio sind vielfältig wie nie.

Paralympische Sommerspiele in Tokio 2020

Die 16. Sommer-Paralympics finden vom 25. August bis zum 6. September 2020 statt. In 22 Disziplinen werden 4.400 AthletInnen an 539 Medaillenentscheidungen teilnehmen. Um die einzigartige Geschichte von Ottobock bei den Paralympics fortzuführen, ist das Unternehmen auch in Tokio Offizieller Technischer Servicepartner und stellt den AthletInnen kostenfreien Wartungs- und Reparaturservice bereit.

Tokio 2020 in Zahlen

  • 100 Personen im technischen Serviceteam
  • 26 gesprochene Sprachen
  • 18 Tonnen Ausrüstungsgegenstände und Maschinen
  • 15.000 Ersatzteile
  • 2.000 erwartete Reparaturen

Wie alles begann: Technischer Service mit Tradition

Unser Engagement bei den Paralympics begann 1988. Vier Orthopädie-Techniker aus Australien erkannten bei den Paralympischen Sommerspielen in Seoul die Notwendigkeit, den AthletInnen die Reparatur und Wartung ihrer Sportgeräte anzubieten. Kurzerhand bauten die Techniker von Ottobock einen Pavillon auf, der als Arbeitsstätte diente.

Aus dieser improvisierten Werkstatt entstand über die Jahre etwas Großes: Seitdem waren wir bei allen Paralympischen Spielen dabei. Unseren technischen Service haben wir auch bei nationalen und internationalen Sportveranstaltungen, wie den Commonwealth Games und Weltmeisterschaften angeboten.

Bei den Paralympischen Spielen 2016 in Rio war bereits ein 100-köpfiges technisches Serviceteam aus 29 Ländern im Einsatz. Die TechnikerInnen führten in mehr als 10.400 Arbeitsstunden 2.408 Reparaturen für insgesamt 1.667 AthletInnen aus 134 Ländern durch.

Miteinander und füreinander in Bewegung

Unsere langjährige Partnerschaft mit den Paralympischen Spielen basiert auf dem Vertrauen, das uns die AthletInnen schenken. Sie verlassen sich darauf, dass wir ihre technischen Anforderungen verstehen und Reparaturen fachgerecht durchführen. Deshalb ist es uns wichtig, dass wir voneinander lernen und unser Erfahrungswissen von Paralympics zu Paralympics weiterentwickeln.

„Der paralympische Sport hat seinen ganz eigenen Geist, seinen speziellen Touch. Da geht es komplett um Motivation, nicht nur für Menschen mit Amputationen und Handicaps, sondern für die Gesellschaft als Ganzes. Er zeigt, dass es an dir liegt, die Grenzen zu überschreiten. Du kannst alles erreichen, solange du daran glaubst und hart dafür arbeitest. Athletinnen und Athleten die bei den Paralympics Spitzenergebnisse erzielen, sind Vorbilder für die Gesellschaft.“

Heinrich Popow, Ottobock Botschafter, mehrfacher Paralympicssieger, Welt- und Europameister

Im Rahmen des Paralympics-Engagements haben wir uns auch daran beteiligt, Orthopädie-TechnikerInnen für sportbezogene Aufgaben fortzubilden, die Ausrüstungssituation der AthletInnen in sich entwickelnden Ländern zu verbessern und die Wahrnehmung des paralympischen Sports in der Öffentlichkeit zu steigern. Wir führen regelmäßig Veranstaltungen und Ausstellungen durch, die Barrieren behutsam aufheben und Berührungsängste abbauen. Gleichzeitig schaffen wir auch Bewusstsein für die Technik, die paralympische AthletInnen verwenden.

Eine Gruppe von Frauen trainiert auf einem Sportplatz das Laufen mit Sportfedern.
Gemeinsam etwas bewegen – mit Mut, Entschlossenheit, Inspiration und Gleichheit.

Ottobock Botschafter

Ottobock unterstützt AthletInnen auf der ganzen Welt, die sich in einer großen Bandbreite an Sportarten und auf unterschiedlichsten Niveaus miteinander messen. Sie teilen unsere Leidenschaft für den paralympischen Sport und engagieren sich als BotschafterInnen gemeinsam mit uns dafür, Menschen mit Handicaps zur Ausübung von Sport und einem aktiven Lebensstil zu bewegen.