Mittwoch, 27. April 2016

Firmengruppe Ottobock voll auf Kurs

Flaggschiff HealthCare legt um 9,9 Prozent zu

Alle vier Säulen der Firmengruppe Ottobock – HealthCare, Kunststoff, Sycor und Baltic Yachts – haben 2015 kräftig zugelegt und gemeinsam den Jahresumsatz um 10,1 Prozent (währungsbereinigt 7,3 Prozent) auf 1,031 Milliarden Euro gesteigert. Ergänzt um die Umsätze der akquirierten Unternehmen und einschließlich der Joint Ventures FoamPartner Bock und TechnoGel hat sich die Gesamtleistung von 1,018 Milliarden auf 1,126 Milliarden Euro verbessert. Die Zahl der Mitarbeiter der Firmengruppe erhöhte sich von 7.329 auf 7.614.

Mit einem Umsatzanteil von mehr als 82 Prozent ist die Ottobock HealthCare das dominante Flaggschaff der Gruppe. Erfolgreiche Innovationen wie das mechatronische Beinprothesensystem Kenevo, Weiterentwicklungen wie die 4. Generation des C-Leg, aber auch der offensive Ausbau des weltweiten Netzwerkes in der Patientenversorgung haben dazu beigetragen, mit einem Umsatz von 847,7 Millionen Euro weiterhin gut Kurs zu halten. Das ist ein Wachstum von 9,9 Prozent (währungsbereinigt 7,0 Prozent).

In den USA, dem größten nationalen Markt für Medizintechnik, wurde der Umsatz um 29,3 Prozent auf 172 Millionen Euro gesteigert, was währungsbereinigt ein Wachstum von 8 Prozent ist. Hauptgrund für die positive Entwicklung ist auch hier der Erfolg mechatronischer Innovationen, gleichzeitig aber auch die Bandbreite des Produktportfolios bis hin zu mechanischen Lösungen. In der Region Deutschland-Österreich-Schweiz bedeutet der Umsatz von 122 Millionen Euro ein Plus von 4,5 Prozent, während West-Europa insgesamt auf 443 Millionen Euro um 5,2 Prozent zugelegt hat.

Für zukünftiges Wachstum in neuen Märkten besitzt das Ottobock Clinical Services Network mit mehr als 130 eigenen Zentren für die Patientenversorgung eine Schlüsselfunktion. Brasilien gibt hierfür ein markantes Beispiel. Mit zwei Patient Care Zentren in Rio de Janeiro und Sao Paulo gelang es, höhere Versorgungsstandards im Land zu etablieren. Daraufhin meldeten andere Patientenversorger den Wunsch an, ihre Mitarbeiter von Ottobock fortbilden zu lassen. Dieser Know-how-Transfer wurde mit ausgewählten Partnern landesweit umgesetzt und führte zu einer steigenden Nachfrage an Premiumprodukten.

Inzwischen bietet Ottobock mit seiner Service Fertigung in Valinhos den Kunden an, für sie die Herstellung hochwertiger Prothesenschäfte zu übernehmen. Darüber hinaus werden auf Wunsch auch die Komponenten eines Prothesensystems so zusammengestellt, dass für den Patienten die individuell beste Konfiguration von Passteilen erfolgt. 2014 hat Ottobock die Firma Polior zu 75 Prozent übernommen, die eben solche Passteile in Brasilien herstellt.

Bei den Paralympischen Spielen wird Ottobock als besonderer Partner des brasilianischen Organisationskomitees in Erscheinung treten. Als exklusiver Service Provider für die Athleten aus aller Welt setzt das Unternehmen in Rio 77 Orthopädietechniker aus 26 Ländern ein, die am Sportlerdorf und in den Stadien für Reparatur und Wartung von Prothesen, Orthesen und Rollstühlen sorgen. In London 2012 hatte dieses Expertenteam in 10.000 Arbeitsstunden 2.062 Arbeitsaufträge abzuarbeiten und vielfach verhindert, dass ein paralympischer Medaillen-Traum wegen technischer Probleme geplatzt wäre.

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Weitere Informationen

Rüdiger Herzog

Corporate Communications

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