Führungsfrauen und Entwicklerinnen im Unternehmen

Starke Frauen bei Ottobock

Im Gespräch (v. l. n. r.): Aufsichtsrätin Georgia Näder, CEO Philipp Schulte-Noelle, Zainab Al-Eqabi und Heinrich Popow.
Die erfolgreiche Influencerin sagt: „Live isn’t about losing a limb!“

Im Gespräch mit Zainab Al-Eqabi

Wir berichten über ein außergewöhnliches Treffen in der Duderstädter Firmenzentrale von Ottobock mit Zainab Al Eqabi aus der Marketing und Social Media Abteilung von Otto Bock Middle East.

Ottobock Botschafter Heinrich Popow, der Zainab durch ihre Teilnahme an seiner Running Clinic in Dubai kennt, brachte sie mit Aufsichtsrätin Georgia Näder und CEO Philipp Schulte-Noelle zusammen. Ein besonderes Treffen mit einer besonderen Persönlichkeit: Zainab Al Eqabi ist nicht nur Mitarbeiterin von Ottobock, sondern auch Anwenderin. Und sie ist Influencerin bei Instagram mit 1,5 Millionen Followern.

Eine Influencerin, die ihrem Namen Ehre macht. Wer Zainab kennenlernt, spürt sofort ihre Klugheit, ihre Empathie und ihre Liebe zu den Menschen. Eine Frau, die beeindruckt und etwas zu sagen hat. Zainab veranlasst ihre ZuhörerInnen, ihren Blickwinkel zu verändern. Sie holt Menschen heraus aus gesellschaftlichen Tabus, sie klärt auf, sie konfrontiert und sie macht Mut.

Ihre eigene Geschichte ist kein Geheimnis. Die im Irak geborene Zainab verlor ihr linkes Bein durch ein explodierendes Bombenüberbleibsel des Golfkrieges im Alter von sieben Jahren.

Wir trafen Zainab nach dem Gespräch mit Georgia Näder und Philipp Schulte-Noelle zum Interview:

Zainab, verrätst Du uns, worüber Du mit den beiden gesprochen hast?

Es war ein wunderbar lebendiges Gespräch. Philipp Schulte-Noelle kannte ich schon von einer Messe in Japan und ich habe mich sehr gefreut, ihn wiederzutreffen. Georgia Näder habe ich erst jetzt kennen gelernt. Es war herrlich. Sie war wie eine Schwester für mich. So einfühlsam und sie war mir sofort nah. Beide waren sehr interessiert an meinem Leben in Dubai, wollten wissen, ob ich mit meiner Prothese zufrieden bin und wie meine Arbeit als Influencerin aussieht. Wir sprachen darüber, dass es in arabischen Ländern nicht üblich ist, Prothesen offen zu zeigen. Viele Menschen mit Amputationen verstecken und schämen sich. Ich will ihnen Mut machen, sich zu zeigen und alles zu tun, was sie tun möchten. Live isn’t about losing a limb!

Neben Deinem erfolgreichen Instagram-Kanal und Deiner Tätigkeit in der Marketing und Social Media Abteilung von Otto Bock Middle East bist Du für Ottobock eine wichtige Botschafterin für unsere AnwenderInnen. Wie entstand die Verbindung zu Ottobock?

Zunächst war es die Suche nach einer für mich passenden Prothese, als ich noch ein Kind war. Als Erwachsene traf ich auf einer Messe auf das Ottobock Team. Ich war fasziniert von der Entwicklung und Qualität der Produkte. Es folgten viele Gespräche und es dauerte nicht lange, dass ich als Botschafterin für Ottobock arbeitete. So nahm ich 2015 an Heinrichs Running Clinic in Dubai teil. Ich liebe Sport und hatte großen Spaß an dem Event. Ich bin sehr glücklich für Ottobock zu arbeiten.

Du bist schon seit Anfang März in Duderstadt und erhältst eine neue Prothese. Was ist neu und besser?

Ich tausche mein bisheriges C-Leg gegen ein Genium X3 und freue mich schon jetzt über ganz andere Möglichkeiten. Zum Beispiel, dass ich Treppenstufen beidseitig erklimmen kann statt wie bisher Stufe für Stufe. Und ich freue mich auf die Wasservariante des Genium X3. Denn ich liebe es zu tauchen. Wer weiß, vielleicht starte ich mal bei einem Triathlon.

Wie lange haben wir noch das Glück, Dich in Duderstadt zu haben?

Derzeit wird noch ein Schaft angepasst. Und ich übe jeden Tag im Patient Care. Dort helfen mir ganz wunderbar Christopher Eckermann, Daniela Wüstefeld sowie die anderen Therapeuten mit der neuen Prothese zu gehen und geben mir wertvolle Tipps, wie ich mein Gangbild verbessern kann.

Gibt es etwas, dass Du Dir von Ottobock wünschst?

Oh ja! Ich liebe es, mich hübsch anzuziehen und mein großer Traum sind High Heels. Ein höhenverstellbarer Prothesenfuß würde mein Leben als modebewusste Frau bereichern. Wenn Ottobock daran arbeiten sollte, würde ich sofort zuschlagen.

Mal sehen, was die KollegInnen im Marketing und in der Entwicklung dazu sagen. Wir binden Dich jedenfalls gern ein – und wünschen Dir noch eine schöne Zeit in Duderstadt und freuen uns auf ein Wiedersehen. Vielen Dank für das Gespräch!

Georgia Näder sitzt auf einem Sofa und lächelt in die Kamera.

Georgia Näder im Interview

Studium, Start-up, Aufsichtsrat: Georgia Näder zählt zu Deutschlands jüngsten AufseherInnen. Am 8. März 2021 feierten Menschen weltweit den Frauentag. Pünktlich zu diesem Anlass veröffentlichte das HANDELSBLATT ein Interview mit Georgia Näder. Das ganze Interview lesen Sie hier.

zum Interview

Themenwoche zum Weltfrauentag

Am 8. März feiern Menschen weltweit den Frauentag, der auf Frauenrechte und Gleichstellung aufmerksam macht. Der Tag zeigt Errungenschaften der Bewegung auf und ermutigt dazu, sich für Geschlechtergerechtigkeit einzusetzen – auch im Beruf. Zum 110. Jubiläum des Weltfrauentags berichten Mitarbeiterinnen von Ottobock über ihre Karrieren, weibliche Führung und Tipps für mehr Selbstakzeptanz.

Bereits eine Woche vor dem internationalen Frauentag begann Ottobock in den sozialen Medien Mitarbeiterinnen aus der ganzen Welt vorzustellen. Auf Instagram, Facebook und LinkedIn teilten sie ihre Botschaften zu Empowerment und Selfcare.

Um Ottobock MitarbeiterInnen für das Thema zu sensibilisieren, veröffentlichte das Unternehmen im firmeninternen Intranet auch eine Interviewreihe mit weiblichen Führungs- und Fachkräften. Dabei sprachen sie zu Herausforderungen im Beruf, ihren Weg zu Ottobock oder auch Unterschiede zwischen Mann und Frau im Arbeitsalltag.

„Folgt Eurem Herzen! Frauen gehen an Themen anders ran, das ist eine Bereicherung für alle.“

Dr.-Ing. Simone Oehler, Director Verification bei Ottobock

5 Fragen an 6 Software-Entwicklerinnen

Eine Tech-Pionierin kennen fast alle in der Informatik: Ada Lovelace gilt als erste Programmiererin der Welt. Sie entwickelte 1843 einen Algorithmus für den Vorläufer des Computers. Lovelace war zu ihrer Zeit eine Rarität. Rund 180 Jahre später gibt es noch immer wenige Frauen in dem Gebiet. Ein Blick in die Tech-Abteilungen und Informatik-Studiengänge dieser Welt zeigt vor allem Männer an den Computern. Unter sieben Bewerbern auf IT-Jobs ist laut Digitalverband Bitkom nur eine Bewerberin. Laut „Women Who Code“, einer gemeinnützigen Organisation, die mehr Frauen in die gutbezahlte Branche bringen will, scheuen sie sich unnötig vor dem Einstieg in die Technikwelt.

Zum Weltfrauentag erzählen sechs Entwicklerinnen bei Ottobock über ihre Beweggründe, Job-Highlights und Schwierigkeiten - und geben wertvolle Tipps für Einsteigerinnen.

Anna Meixner (Wien)

Position: Entwicklerin Biomechanics & Control; Ruleset (Prothesen-Steuerung)
Studium: Engineering & Sport Technology

1. Was hat Dich angetrieben, Entwicklerin zu werden?
Mich hat die Komplexität des menschlichen Körpers schon immer fasziniert. Noch mehr hat mich die Steigerung der menschlichen Leistungsfähigkeit mit Hilfe von Technik interessiert. Deshalb habe ich Sportgerätetechnik studiert. Dass ich heute als Softwareentwicklerin für die Steuerung von Prothesen verantwortlich bin, hätte ich nie gedacht.

2. Was gefällt Dir am meisten an Deinem Job (und was nervt)?
Am schönsten ist es mit unseren Anwendern zusammenzuarbeiten und ihre lächelnden Gesichter zu sehen, wenn ein neues Steuerungskonzept gut funktioniert. Am meisten nervt die ganze Dokumentation von Anwendertests und dem Code.

3. Was ist Deine liebste Programmiersprache und warum?
Ich arbeite gern mit Zahlen und Messdaten und finde daher Matlab super. Am faszinierendsten finde ich die Möglichkeit, mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz Probleme zu lösen.

4. Welche Coding-Projekte verfolgst Du außerhalb der Arbeit?
Meine Freizeit verbringe ich lieber in der Kletterhalle und am Fußball- oder Tennisplatz.

5. Ein Tipp für andere Frauen zum Einstieg:
Man muss kein Computernerd sein um sich für Softwareentwicklung zu interessieren!

Elke Fiby (Wien)

Position: Software-Entwicklerin
Studium: Software Engineering

1. Was hat Dich angetrieben, Entwicklerin zu werden?
Das Logische, Mathematische habe ich schon immer geliebt und daher hat mich eine Mitschülerin aus der Oberstufe darauf angesprochen. So kam ich mit fünfzehn in Kontakt mit Programmiersprachen und habe das Programmieren für mich entdeckt. Daher war für mich schon sehr bald klar, dass ich das beruflich machen möchte.

2. Was gefällt Dir am meisten an eurem Job (und was nervt)?
Bugs - sie nerven einerseits, weil sie immer dann auftreten, wenn man sie nicht braucht. Andererseits ist es auch ein tolles Gefühl, wenn man einem komplizierten Bug endlich auf die Schliche gekommen ist und ihn beheben kann.

3. Was ist Deine liebste Programmiersprache und warum?
Ich hatte nie wirklich Präferenzen, allerdings arbeite ich schon lange nur mit C#. Dadurch ist dies mittlerweile meine bevorzugte Programmiersprache.

4. Welche Coding-Projekte verfolgst Du außerhalb der Arbeit?
Ich sitze schon 38 Stunden während meiner Arbeitszeit vor dem PC, da möchte ich nicht auch noch einen großen Teil meiner Freizeit vor dem Computer sitzen. Daher mache ich nur manchmal ein paar kleine Übungen, vor allem wenn es große Neuerungen gibt, die ich ausprobieren möchte.

5. Ein Tipp für andere Frauen zum Einstieg:
Man sollte sich nicht scheuen, in einen männerdominierten Beruf einzusteigen, da dies die Möglichkeit bietet, sich von anderen abzuheben! Generell denke ich, jeder und jede sollte das machen, was einem Spaß macht und liegt.

Christine Freudensprung (Wien)

Position: Software-Entwicklerin für Anwender-Software
Studium: Informatik

1. Was hat Dich angetrieben, Software-Entwicklerin zu werden?
Um ehrlich zu sein war das Zufall. Ich wusste als Kind schon, dass ich im technischen Bereich arbeiten möchte. Nach der Matura habe ich mich bei Ottobock im Prüffeld beworben und dort einige Jahre gearbeitet, bis ich auf die Idee kam zu studieren. Nach einiger Überlegung habe ich mich für das Informatik-Studium entschieden und so nahm alles seinen Weg. Anschließend bin ich intern in die Software-Entwicklung gewechselt und dort sehr glücklich geworden mit meiner neuen Tätigkeit.

2. Was gefällt Dir am meisten an Deinem Job (und was nervt)?
Es gibt immer neue Herausforderungen! Fast kein Tag ist gleich, da man immer neue Lösungswege suchen muss für eine Aufgabe. Am meisten stören mich lange Meetings, wo am Ende wenig Output rauskommt.

3. Was ist Deine liebste Programmiersprache und warum?
Auf der Uni habe ich in JAVA entwickelt und in der Firma dann ausschließlich in C#. Ich programmiere gerne in C#, da diese immer weiterentwickelt wird und immer neue Features hinzukommen.

4. Welche Coding-Projekte verfolgst Du außerhalb der Arbeit?
Keine, da mein zweiter Job Mama eines 2-jährigen Sohnes ist!

5. Ein Tipp für andere Frauen zum Einstieg:
Wenn ihr Interesse an einer technischen Ausbildung habt, dann macht es einfach und wartet nicht auf die Meinung anderer!

Marie-Theres Franke (Duderstadt)

Position: Software-Entwicklerin, iFab Customer-Center
Studium: Technische Informatik

1. Was hat Dich angetrieben, Entwicklerin zu werden?
Ein Berufsberatungstest und die Beurteilung meiner Grundschullehrerin ergaben, dass ich besonders gut logische Verknüpfungen herstellen kann. Das hat mir das Ergebnis „Informatik und Datenbankverarbeitung“ geliefert. Ich war skeptisch, da ich in meiner Kindheit kein „Nerd“ war und nicht viel Zeit vorm Computer saß. Gute Berufsaussichten, Arbeitszeiten und Bezahlung haben mich bewogen, das Studium zu beginnen.

2. Was gefällt Dir am meisten am Job (und was nervt)?
Jeden Tag eine neue Herausforderung! Und einen Mehrwert für Menschen mit Behinderung schaffen. Ich habe einen Opa, der seit seinem 17. Lebensjahr oberschenkelamputiert ist und einen nahen Verwandten mit Multiple Sklerose Erkrankung. Da kennt man die Probleme des täglichen Lebens. Der Beruf lässt sich außerdem gut mit Familie vereinbaren, weil man zu Hause arbeiten kann. Mich nerven Männer im gleichen Beruf, die sich schwer damit abfinden, dass eine Frau die gleichen Qualifikationen aufweisen kann. Kulturelle Hintergründe sind häufig die Ursache. In meinem jetzigen Arbeitsumfeld gibt es keine Probleme, was auch daran liegt, dass ich 16 Jahre Berufserfahrung vorweisen kann.

3. Was ist Deine liebste Programmiersprache und warum?
Angular und C#, weil ich leidenschaftlicher Webentwickler bin. C# mit .NET Core im Backend und Angular im Frontend sind gute Werkzeuge für schnelle, moderne Webentwicklung. Einige Komponenten wie der Kundensupport können mittlerweile mit sogenannter „Low-Code Plattform Entwicklung“ umgesetzt werden, um Firstlevel-Support zu reduzieren: etwa Chatbots mit Übersetzung in verschiedene Sprachen in Echtzeit.

4. Welche Coding-Projekte verfolgst Du außerhalb der Arbeit?
Außerhalb meiner Arbeit programmiere ich mein „Smart-Home“ in ETS und mit Gira Homeserver.

5. Ein Tipp für andere Frauen zum Einstieg
Bildet euch ständig weiter, um auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Heise online und Microsoft Trainings mit vielen kostenlosen eBooks gehören zur Abendlektüre. Damit kann man durch Leistung überzeugen. Ehrlichkeit: Niemand weiß alles, auch nicht die erfahrenen Kollegen. Themen können gut im Selbststudium (Youtube, Channel 9 Microsoft) ausgearbeitet werden, wenn sie in einem Projekt benötigt werden. Gute Kommunikation: Anforderungen müssen klar und deutlich formuliert werden. Wenn es Fragen gibt, gleich beim Produktmanagement nachfragen. Kundensicht nicht verlieren: Als Entwickler hat man oft einen „Weg“ im Kopf, wie die Software funktionieren soll. Aber viele Wege führen nach Rom!

Dr. Daniela Buchwald (Duderstadt)

Position: Software Test Engineer
Studium: Bio-Informatik, Computer Science, Neurobiologie

1. Was hat Dich angetrieben, Entwicklerin zu werden?
Ich war immer total Technik-fasziniert, habe viel Science-Fiction geschaut, alte Uhren zerlegt (allerdings nie wieder korrekt zusammengesetzt bekommen) und viele Videospiele gespielt. Gleichzeitig fand ich Biologie interessant. Ich hatte viele Bücher über Leben und Anatomie verschiedener Tiere und fand vor allem Evolution super spannend. Als ich erfahren habe, dass es mit Bioinformatik ein Fach gibt, das beides verbindet, wusste ich sofort, was ich studieren wollte. Im Studium hatte ich dann eine Vorlesung über Software Testing und habe gemerkt, dass das ein spannendes Arbeitsfeld ist und mir viel Spaß macht.

2. Was gefällt Dir am besten am Job (und was nervt)?
Prothesen waren für mich schon immer eines der besten Beispiele, wie man biologische Erkenntnisse und Technologie verbinden kann, um Menschen ein Stück Lebensqualität zurück zu geben. Speziell gefällt mir an meiner Stelle als Software Test Engineer, dass der Job super abwechslungsreich ist und ich dabei helfen kann, dass die Kunden ein positives Erlebnis haben. Durch die agile Arbeitsweise bin ich früh in Projekte eingebunden und kann Feedback geben, wenn die Produkte noch in der Planung sind.

3. Was ist Deine liebste Programmiersprache und warum?
Eine wirkliche Lieblings-Programmiersprache habe ich gar nicht, die meisten haben in bestimmten Bereichen Vorteile aber auch Eigenheiten, die einen zum Wahnsinn treiben können.

4. Welche Coding-Projekte verfolgst Du außerhalb der Arbeit?
Aktuell bearbeite ich Daten, die ich während meiner Doktorarbeit gesammelt habe, um sie zu veröffentlichen. Ansonsten finde ich es wichtig, dass man mal abschaltet und anderen Hobbies nachkommt. Ich verbringe gerne Zeit mit anderen kreativen Tätigkeiten wie Zeichnen oder Modellbau und spiele mit Freunden Video- oder Brettspiele.

5. Ein Tipp für andere Frauen zum Einstieg:
Auf keinen Fall einschüchtern lassen, nur weil man in der Minderheit ist! In meinem Masterstudium in Informatik war ich in einigen Vorlesungen die einzige Frau, manchmal waren wir nur zu zweit. Das kann erstmal abschreckend wirken, es gibt aber nichts, wovor man Angst haben müsste.

Bettina Weiss (Wien)

Position: Senior Software Engineer; leitet Software-Entwicklungsteams für Prothesen
Studium: Computer Science

1. Was hat Dich angetrieben, Entwicklerin zu werden?
Ich bin in der Zeit der ersten Homecomputer aufgewachsen; sie waren damals noch nicht alltäglich. Ich fand die Möglichkeiten zum Automatisieren und Vereinfachen von Tätigkeiten spannend. Daher wollte ich mehr darüber lernen.

2. Was gefällt Dir am meisten am Job (und was nervt)?
Wir entwickeln bei Ottobock Software für Produkte, die das alltägliche Leben von Menschen verbessern und teilweise überhaupt erst wieder zurückgeben. Das motiviert mich sehr!

3. Was ist Deine liebste Programmiersprache und warum?
Beruflich C++, da ich im Embedded Bereich arbeite, wo C sehr verbreitet ist, und das objektorientierte C++ die Entwicklung von guten, gekapselten Designs erleichtert. Persönlich liebe ich Prolog, da es eine andere Art des Denkens erfordert und lustig ist.

4. Welche Coding-Projekte verfolgst Du außerhalb der Arbeit?
Inzwischen keine mehr.

5. Ein Tipp für andere Frauen zum Einstieg:
Viel Fokus auf das Design von Software legen! Wer gut und schnell designen kann, ist klar im Vorteil. Sich Designs bestehender Software-Systeme im Internet anzusehen und sie mit anderen zu diskutieren, hilft hier beim Wissensaufbau. Programmieren lernt man durch Üben, also möglichst viel und vielseitig programmieren!