Freitag, 09. Oktober 2020

US Federal Trade Commission entscheidet über die Zukunft von Freedom Innovations

Ottobock will Vermögenswerte von Freedom Innovations an Proteor verkaufen

Das international tätige Medizintechnikunternehmen Ottobock hat sich mit dem französischen Orthopädietechnikspezialisten Proteor SAS auf eine Veräußerung wesentlicher Vermögenswerte von Freedom Innovations geeinigt. Die entsprechenden Verträge wurden Ende September unterzeichnet.

Mit der Transaktion würde Ottobock der Anordnung der Federal Trade Commission (FTC) der USA nachkommen, bestimmte Vermögenswerte aus dem US-Unternehmen Freedom Innovations zu verkaufen. Zum Hintergrund: Ottobock hatte Freedom Innovations im September 2017 mit dem Ziel erworben, die Vielfalt und technologische Basis des Angebots prothetischer Produkte zugunsten von Amputierten und Verbrauchern zu stärken. Die FTC legte Beschwerde gegen die Akquisition ein und untersagte die Integration von Freedom Innovations durch Ottobock.

„Wir haben in den vergangenen Monaten einen sehr konstruktiven Dialog mit der FTC geführt und freuen uns, nun eine Lösung präsentieren zu können“, sagt Philipp Schulte-Noelle, CEO von Ottobock. „Für alle Beteiligten und insbesondere für die Mitarbeiter von Freedom Innovations ist die vorgeschlagene Transaktion nach der mehrjährigen Unsicherheit eine gute Nachricht.“

Durch die geplante Transaktion mit der Übernahme ausgewählter Produkte von Freedom Innovations würde Ottobock sein Produktportfolio im Bereich prothetischer Füße stärken. Konkret sieht die Transaktion vor, dass Ottobock die hydraulische Knöchelprothese Kintrol K2, die Fiberglas-Produktfamilie Maverick und weitere Karbonfüße erhält und damit das Sortiment erweitert. Proteor würde die mikroprozessorgesteuerten Beinprothesen, einen wesentlichen Teil der Fußprothesen und Infrastruktur-Vermögenswerte von Freedom Innovations übernehmen.

Ottobock hat heute einen Antrag auf Genehmigung der Transaktionsbedingungen bei der FTC eingereicht, womit eine 30-tägige öffentliche Anhörungsphase („Public Period“) begonnen hat. Anschließend werden die FTC Commissioners als oberstes Führungsgremium der Behörde über die endgültige Genehmigung der vorgeschlagenen Transaktion entscheiden. Ottobock rechnet mit einem Abschluss der geplanten Transaktion bis zum Jahresende 2020.

Mark C. Schneider

Vice President Investor Relations & Corporate Communications

+49 30 398 206 222

MarkC.Schneider@ottobock.de