Liisa Lilja

Sport hat im Leben der Para-Triathletin Liisa Lilja schon immer eine Rolle gespielt. Schon als Kind liebte sie Ausdauersportarten.

Als Liisa acht Jahre alt war, wurde bei ihr Knochenkrebs diagnostiziert und ihr rechtes Bein amputiert. Der Heilungsprozess verlief langsam, aber Liisa war von Anfang an fest entschlossen, weiterhin Sport zu treiben. „Ich hatte keine Angst davor, wie andere meine Behinderung wahrnehmen würden“, erinnert sich Liisa. „Ich wollte einfach nur wieder so in Form sein wie vor der Krankheit.“

Liisas Physiotherapeut empfahl ihr zu schwimmen, um die Reha zu beschleunigen. Liisa war zunächst zögerlich, schließlich aber zu einem Versuch bereit. Es machte ihr so viel Spaß, dass sie bald Stammgast im Schwimmbad war und vier Jahre später bei den finnischen Meisterschaften antrat. Bald danach wurde sie in die finnische Nationalmannschaft aufgenommen und nahm erfolgreich an internationalen Wettbewerben teil. „Ich war schon immer eine Wettkämpferin“, so Liisa. „Wenn ich etwas will, gebe ich alles. Es tat mir gut, mich selbst wieder neu herausfordern zu können.“

Im Frühjahr 2014 erhielt Liisa eine Laufprothese von Ottobock und wechselte vom Schwimmen zum Triathlon. „Als ich plötzlich mein Bein verlor, war es mein größter Traum, wieder laufen zu können“, erinnert sich Liisa. „Nachdem ich die Laufprothese bekam, wollte ich unbedingt Para-Triathletin werden. Das war schon immer mein Traumsport.“

Nur ein Jahr später erzielte Liisa in der Saison 2015 mit Silber bei den Europameisterschaften und einem vierten Platz bei den Weltmeisterschaften außergewöhnliche Erfolge. 2016 holte sie erneut Silber bei den Europameisterschaften und vertrat Finnland bei den Paralympischen Spielen 2016 in Rio, wo sie Vierte wurde.

Neben dem Training studiert Liisa Physiologie und Genetik an der Universität Turku. Sie möchte anderen jungen Menschen helfen, die in derselben Lage sind wie sie. „Ich hoffe, dass ich Menschen mit Behinderung als Vorbild zum Sport und einem aktiven Leben animieren kann.“

An Liisas sportlicher Leidenschaft lässt sich nicht zweifeln. „Ich sage immer, dass Leichtathletik wie das Wetter in Finnland ist: zu 90 Prozent schrecklich und zu 10 Prozent einfach traumhaft. Als Spitzensportler behält man nur die 10 Prozent in Erinnerung. Wenn man liebt, was man tut, und eine echte Leidenschaft dafür hegt, kann man alles erreichen.“

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