Mittwoch, 12. Januar 2022

Ottobock und Behindertenverband stärken orthopädietechnische Versorgung in Ruanda

Gemeinsames Projekt in Kooperation mit dem Business Scout Programm und Spectaris

Um den Zugang zur orthopädischen Versorgung in Ruanda zu verbessern, haben Ottobock und der ruandische Dachverband UPHLS (The Umbrella of Organizations of Persons with Disabilities in the fight against HIV&AIDS and for Health Promotion) Trainings für ländliche Gesundheitszentren in Ruanda entwickelt und durchgeführt. Das Pilotprojekt wurde vom Business Scouts for Development Programm im Auftrag das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Kooperation mit dem deutschen Industrieverband Spectaris und der die East African Health Platform unterstützt.

Ziel des Projekts war, das Wissen von Gesundheitsdienstleistern in ländlichen Regionen über Behinderungen und orthopädische Versorgungsleistungen zu verbessern, um Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen den Zugang zu orthopädischen Werkstätten und spezialisierten Zentren zu erleichtern.

Orthopädische Versorgung stärken

Im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern ist Ruanda bei der Unterstützung von Menschen mit physischen Beeinträchtigungen bereits fortgeschritten. Der Großteil der orthopädischen Versorgungsmöglichkeiten befindet sich jedoch in Kigali, der Hauptstadt Ruandas.

Aus diesem Grund konzentrierte sich das Projekt darauf, dezentrale Gesundheitsdienstleister mit Wissen über Behinderung und rehabilitative orthopädische Versorgung auszustatten. Auch wurde die frühzeitige Erkennung von Behinderungen oder Anzeichen, die zu einer körperlichen Behinderung bei Kindern führen könnten, geschult.

Das sechsmonatige Projekt läuft seit August 2021. Es wurden 15 Schulungen für die hauptsächlich ländlichen Gesundheitszentren durchgeführt. Unter den Teilnehmern waren das Leitungspersonal der Zentren sowie Gesundheitsfachkräfte. Des Weiteren fanden vier Veranstaltungen zur Interessenvertretung auf Provinzebene und eine auf nationaler Ebene statt.

Bewusstsein schaffen und Versorgung stärken

Ottobock und UPHLS entwickelten die Inhalte für die Schulungen, erstellten die Materialien und stellten die Ausbilder. Beide Organisationen waren die Hauptakteure bei der Durchführung der Schulungen vor Ort. Der Schulungsansatz bestand darin, allgemeines Wissen über Themen im Zusammenhang mit körperlichen Behinderungen zu vermitteln und Informationen über verfügbare Rehabilitations- und orthopädische Dienstleistungsangebote bereitzustellen, damit das lokale Gesundheitspersonal auf die spezifischen Bedürfnisse von Menschen mit körperlichen Behinderungen eingehen und Überweisungen an spezialisierte Krankenhäuser koordinieren kann.

,,Das Projekt hat dazu beigetragen, das Wissen über orthopädietechnische Versorgungslösungen in Gesundheitszentren zu erhöhen und auch über die Herausforderungen zu sprechen, denen die Fachkräfte in ihrer täglichen Arbeit begegnen'', sagt Dominique Bizimana, Ottobock Sales Manager in Ruanda.